Umbenennung des Zentralstadion Leipzig zur Red Bull Arena
[08.07.10, Zentralstadion]
Logo Red Bull Leipzig
Pünktlich zum Trainingsauftakt von RasenBallsport Leipzig hat sich der österreichische Getränkekonzern Red Bull bis zum Jahr 2040 die Namensrechte am Leipziger Zentralstadion gesichert. Die Fußball-WM-Spielstätte heißt von nun an Red Bull Arena. „Wir sehen unser Engagement als Langzeitprojekt“, sagte Dieter Gudel, Geschäftsführer des Viertliga-Aufsteigers. Die Einweihung unter dem neuen Namen erfolgt am 24. Juli 2010 beim Spiel gegen den FC Schalke 04. Die Arena ist ab dieser Saison Spielstätte des Viertligisten. Im März einigten sich die Verantwortlichen der Stadt und Betreiber Michael Kölmel mit dem neuen Namensgeber auf die Umbenennung.
Olympiastadion Berlin - Joachim E. Thomas als neuer Geschaeftsfuehrer ab heute im Amt
[02.07.10, Olympiastadion]
Joachim E. Thomas uebernimmt mit sofortiger Wirkung die Fuehrung der Olympiastadion Berlin GmbH. Der Aufsichtsrat der landeseigenen Gesellschaft bestellte den 56jaehrigen Juristen zunaechst bis zum 30.06.2015 zum Geschaeftsfuehrer.
Joachim E. Thomas
Als Geschaehrer der Olympiastadion Berlin GmbH verantwortet Joachim E. Thomas die Akquisition, Begleitung und Umsetzung von Gro�veranstaltungen wie das Eroeffnungsspiel der FIFA Frauen WM 2011, die Entwicklung der Geschaeftsbereiche Hospitality & Events, Tourismus sowie die mediale Vermarktung des Gel�¤ndes. Er ist ausserdem zustaendig fuer die Staerkung des Standorts durch die Entwicklung neuer Nutzungskonzepte fuer das Olympiastadion Berlin.
Joachim E. Thomas fuehrte zuletzt ein Beratungsunternehmen mit Projekten aus Sport, Kultur und Freizeit (unter anderem fuer die Commerzbank Arena, Frankfurt sowie die Allianz Arena, Muenchen) mit den Themenschwerpunkten Planung, Bau und Betrieb. Seit 2007 ist Joachim E. Thomas Vorsitzender des Vorstandes der Vereinigung deutscher Stadionbetreiber. Zuvor belegte Thomas unter anderem Positionen als Geschaeftsuehrer der Organisationsgesellschaft des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals, als Leiter Legal & Business Affairs bei der Caligari Film GmbH sowie als Leiter des Geschaeftsbereichs Marketing und Kommunikation bei der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH & Co. KG. Der gebuertige Aachener wirkte zudem bereits in den 1980er Jahren als Leiter Konzertbetrieb, Marketing und Vertrieb entscheidend am Aufbau und der erfolgreichen Marktpositionierung der Koelner Philharmonie mit. Im Zuge dessen war er beteiligt am Aufbau und Betrieb des ersten computergestuetzten dezentralen Ticketvertriebsystems in Deutschland.
Thomas bedankte sich fuer das in ihn gesetzte Vertrauen: "Der Sport- und Veranstaltungsstandort Berlin benoetigt im Bereich der Grossveranstaltungen staendig frische Impulse, um konkurrenzfaehig zu bleiben. Die Moeglichkeiten in Berlin sind zugleich Herausforderung: Kein Standort in Deutschland bietet so einen diversifizierten Markt, " resuemiert der neue Stadionchef. "Das Olympiastadion Berlin hat sich mit seiner einmaligen Infrastruktur sowohl auf nationaler und internationaler Ebene bereits als eine der bedeutendsten Veranstaltungsstaetten positioniert. Als Heimstadion von Hertha BSC tragen wir ausserdem Mitverantwortung an der Entwicklung unseres Hauptstadtvereins. Aber nicht nur mit Hertha BSC, sondern mit all unseren Veranstaltern, dem Berliner Senat und unseren Geschaeftspartnern werden wir eng zusammenarbeiten, um weiterhin eine fuer alle Beteiligten positiven Entwicklung des Gesamtgelaendes rund um das Olympiastadion Berlin gemeinsam voranzutreiben."
Joachim E. Thomas folgt als Geschaeftsfuehrer auf Peter von Loebbecke, der nach dem Umbau des Olympiastadion Berlin die Geschaefte der Betreibergesellschaft vom 1. September 2004 bis zum 30. Juni 2010 verantwortete.
Seit seiner Eroeffnungsfeier im Juli 2004 praesentiert sich das Olympiastadion Berlin als eine der modernsten und architektonisch anspruchsvollsten Sport- und Eventstartten der Welt. Es wurde offiziell von der UEFA als "Fuenf-Sterne-Stadion" ausgezeichnet, der hoechstmoeglichen Kategorie fuer Stadien in Europa. Das Heimstadion von Hertha BSC war in juengerer Zeit neben zahlreichen Rock- und Popkonzerten Schauplatz von sechs Partien der FIFA WM 2006, darunter ein Viertelfinale und das Endspiel, sowie der 12. IAAF Leichtathletik WM berlin 2009. Seit 1985 ist das Olympiastadion Berlin Austragungsort des DFB Pokalfinales der Maenner.
Von gestern bis morgen
[26.03.10, Weserstadion Bremen] Was der Winter brachte, wie es zur Zeit aussieht und welche die nächsten Schritte sind. Eine Umbau-Übersicht aus dem Weser-Stadion
Bis zum Wintereinbruch im Dezember letzten Jahres sah noch alles gut aus auf der wohl spannendsten Baustelle in Bremen. Fundamente wurden gegossen, tonnenschwere Stahlträger an ihre Bestimmungsorte bewegt, Dacharbeiten durchgeführt. Alles lief voll im aufgestellten Zeitplan für den Umbau des Weser-Stadions zur reinen Fußball-Arena. Bei bester vorweihnachtlicher Stimmung wurde aus Grün-Weiß dann in kürzester Zeit nur noch Weiß und die Winterpracht zeigte sich gnadenlos in ihrer ganzen Schönheit.
Blick vom Stadionbad auf die Südfassade Foto: Matthias Knust
Das Quecksilber rutschte unter den Gefrierpunkt und war nicht ansatzweise bemüht, auch nur zeitweise über die Null-Grad-Marke zu klettern. Für die weihnachtliche Stimmung ein Genuss, für den Fortschritt auf der Baustelle ein Schlag vor den Bug. Wichtige Betonarbeiten konnten nicht mehr ausgeführt werden - zu kalt, die Dacharbeiten mussten eingestellt werden - zu gefährlich.
Das neue Dach der Westkurve
Den Verantwortlichen blieb also nichts anderes übrig, als sich mit der Situation abzufinden und auf besseres Wetter zu warten, sogar zu hoffen. Eine frostige Geduldsprobe stand in den folgenden Wochen auf der Tagesordnung im hohen Norden. Immerhin: Im Inneren der neuen Westtribüne konnten die Arbeiten, wenn auch nicht ganz nach Fahrplan, fortgesetzt werden.
Blick ins Stadion vom Oberrang West
Nun ist der Winter scheinbar überstanden und die Arbeiten bestimmen wieder den Alltag unter ganz normalen Voraussetzungen. Die Tribünenbereiche, sowohl im Ober- als auch Unterrang, sind, bis auf ein wenig Kosmetik, fertig gestellt. Die unterste Sitzplatzreihe ragt nun anmutige 10 Meter an das Spielfeld heran. Vorm "Heranziehen" der Tribüne waren es ca. 28 Meter - vom Ursprung her ist das Weser-Stadion eine Fußball- und Leichtathletikarena. Im Zuge des Umbaus wird auch die Infrastruktur im Bereich des gastronomischen Angebots und der sanitären Anlagen optimiert. Es entstehen moderne Kioske und WC-Anlagen in ausreichendem Maße. Auch mehr Platz entsteht auf der sogenannten Umlaufebene. Da der äußere Bestand des Weser-Stadions erhalten bleibt, ergibt sich durch den neu hinzugekommenen Bereich eine beinahe doppelt so große Aufenthaltsfläche für die Besucher als vor Beginn der Umbaumaßnahmen. Und das bei annähernd gleichbleibender Besucherkapazität. Sobald der Gästeblock, welcher sich momentan noch im Unterrang der Westkurve befindet, in den für die auswärtigen Fans vorgesehenen Teil des Oberrangs umzieht, wird in diesem Bereich die volle Kapazität ausgeschöpft werden können. Der endgültige "Umzug" (beim DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Augsburg bereits erprobt) ist für die Partie gegen den 1. FC Köln am 24.04.2010 angedacht. Bisher war dies nicht möglich, weil die Treppenhäuser zum Oberrang zu weiten Teilen nicht fertiggestellt werden konnten, denn auch hier hat der Winter sich eingemischt und wegen der Temperaturen das Giessen von Beton verhindert.
Sonnenuntergang an der Weser Foto: Matthias Knust
Der Gästebereich wird in seiner Größe variabel sein, um ihn der jeweiligen Besucheranzahl anzupassen. Es entstehen also keine großen Lücken bei nicht so hoher Anzahl auswärtiger Fans und für die Anhänger von Werder Bremen zusätzliche Plätze. Die Photovoltaikanlage der Arena wächst auch wieder. Mittlerweile ist, nach dem bereits die Südfassade und die Dächer über Nord- und Südtribüne fertig montiert und sofort in Betrieb genommen wurden, auch die Fassade Ost sehr weit fortgeschritten. Hier stehen bis zur Komplettierung nur noch Kleinigkeiten in Sachen Montage aus. Die Fertigstellung des Daches über der neuen Westkurve findet ebenfalls in den kommenden Wochen ihren Abschluss.
Photovoltaik über der Nordtribüne Foto: Matthias Knust
Mit einer beeindruckenden Größe von 74 m² hängt bereits die erste der beiden neuen LED-Videowände unter dem Dach der Westkurve. Diese konnte bisher noch nicht in Betrieb genommen werden, da die Daten- und Stromversorgung im Inneren des neuen Daches verlegt werden muss und wie bereits ja erwähnt, die Dachmontage durch den harten Winter ins Stocken geraten ist, so dass dies bisher nicht möglich war. Sobald das Eindecken des Daches beendet sein wird, kommen die Elektroinstallateure und stellen die Versorgung her. Der erste Einsatz der neuen Technik ist für das Heimspiel gegen den 1. FC Köln geplant. Im Folgenden heißt es dann Montage der Fassade West und ab Mitte April beginnt dann der Rückbau des Daches über der heimischen Ostkurve. Die diesjährig der WM in Südafrika geschuldete lange Sommerpause in der Bundesliga kommt dem Umbau zu Gute. Und Temperaturen wie in den vergangenen Monaten, sind in der Zeit von Mai bis August wohl eher nicht zu erwarten.
Vereinigung Deutscher Stadionbetreiber wählt neuen Vorstand
[05.03.10, Commerzbank-Arena]
Im Rahmen der gestrigen (04.März 2010) Mitgliederversammlung der Vereinigung Deutscher Stadionbetreiber in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart haben satzungs- und turnusgemäß Vorstandswahlen stattgefunden.
Die Mitglieder der Vereinigung Deutscher Stadionbetreiber haben Joachim E. Thomas (Commerzbank-Arena, Frankfurt) für weitere zwei Jahre als Vorsitzenden des Vorstandes bestätigt.
Ebenso für weitere zwei Jahre wiedergewählt wurde als Mitglied des Vorstandes Dr. Christian Hockenjos (Signal Iduna Park, Dortmund).
Als weiteres Mitglied neu in den Vorstand gewählt wurde Jürgen Muth (Allianz Arena, München). Er tritt an die Stelle von Björn Bremer, der aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl anstand.
Die Vereinigung Deutscher Stadionbetreiber ist der Interessenverband der Betreibergesellschaften der Stadien der Bundesliga und er 2.Bundesliga.
Der Äthiopische Ausnahme-Läufer wurde gestern im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Addis Abeba und Leipzig in der sächsischen Metropole herzlich empfangen. Haile Gebrselassie, der am Sonntag bereits zum vierten Mal den Berlin Marathon gewann, war anlässlich der Kulturtage seines Landes zu Gast. Dabei besuchte er mit der äthiopischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus Tadelech Dalecho sowie dem Botschafter Äthiopiens in Deutschland Kassahun Ayele das Zentralstadion Leipzig. Winfried Lonzen, Geschäftsführer der ZSL Betreibergesellschaft mbH führte die Delegation durch das FIFA WM Stadion und erzählte dabei einige Anekdoten aus der Vergangenheit. Das frühere Stadion der „Hunderttausend“ war eine Leichtathletikarena, in der zahlreiche internationale Wettkämpfe stattfanden. Begeistert und wissbegierig zeigte sich Haile Gebrselassie über das moderne Stadion. Nach seinem Besuch erkundete der Äthiopier die Stadt Leipzig und umgab sich bei einem kurzen Lauf in der Innenstadt mit vielen Fans.